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Praxisanleiterausbildung Teil 1: „Das Ausbildungskonzept“

Lisa Ruchnewitz
Illustration zum Beitrag: Praxisanleiterausbildung Teil 1: „Das Ausbildungskonzept“

Wir haben uns vor einiger Zeit ja schon einmal mit der neuen Pflegeausbildung ab 2020 beschäftigt.

Lesezeit: 3 Minute / 569 Wörter

Neuerungen in der Praxisanleiterausbildung 2020 – Blogreihe zur neuen Pflegeausbildung

2020 rückt nun näher und das Thema bekommt eine immer konkretere Relevanz, deshalb kommen wir in einer Blogreihe noch einmal darauf zurück. Um gut vorbereitet noch einmal etwas in die Details zu schauen.

Im letzten Beitrag zur Ausbildung haben wir uns die grundlegenden Rahmenbedingungen angeschaut (Dauer der Weiterbildung, Struktur der Ausbildung usw.)

Nun schauen wir uns einmal einen wichtigen Aspekt und Qualitätsbaustein an, die die Paxisanleitung mitgestalten wird und sollte: Das Ausbildungskonzept.

Die Erstellung eines Ausbildungskonzeptes ist ein wesentlicher Schritt zu Umsetzung der neuen Strukturen des praktischen Teils der neuen Pflegeausbildung. Die Arbeit der Praxisanleitungen und auch generell die Wertschätzung von Ausbildung im Pflegebereich wird alleine durch die Diskussionen um ein Ausbildungskonzept gesteigert, da diese deutlich macht, wie wichtig eine gute Pflegeausbildung ist.

Das Ausbildungskonzept soll das Fundament der Pflegeausbildung darstellen und soll Angaben zum Ausbildungsverständnis, Zielen, Strukturen, Abläufen und Verantwortlichkeiten machen. Hier wird also der Rahmen definiert, in dem die Pflegeausbildung stattfinden soll. Das Konzept soll die Ausbildung im Betrieb verankern und als verlässliche Grundlage für alle an der Ausbildung Beteiligten dienen.

Tipp:

Auf www.quesap.de findet man dazu eine Checkliste, die einen mit Hilfe einer Checkliste bei der Neuerstellung oder Anpassung eines Ausbildungskonzeptes unterstützt.

Wesentliche Aspekte die hier mit angeschaut werden, sind zum Ersten ein Hinweis auf das Ausbildungsverständnis (warum wird wie ausgebildet, der Stellenwert der Ausbildung im Unternehmen, sowie Motivation und Grundhaltung), zum Zweiten die Zielsetzung der Ausbildung (z.B. Sicherung des eigenen Ausbildungsnachwuchses, Aufbau der Pflegebranche etc.) zum Dritten die zeitliche und inhaltliche Strukturierung der Ausbildung (mit Hilfe des betrieblichen Ausbildungsplans-siehe nächster Blogbeitrag). Viertens sollte das Konzept Aussagen zu Ausbildungsabläufen machen.

Beispiel zu Viertens:

„Unsere Auszubildenden beginnen den praktischen Ausbildungsabschnitt grundsätzlich im Spätdienst und sind mit der Praxisanleitung oder ihrer Vertretung gemeinsam im Dienstplan eingeteilt. Sie werden durch die Wohnbereichs-/Stations-/-Schichtleitung in die derzeitige Situation des Wohnbereichs/der Station/der Tour eingearbeitet, der aktuelle Abschnitt des Ausbildungsplans wird mit der verantwortlichen Praxisanleitung besprochen und Lernziele und Aufgaben für die kommende Woche werden im individuellen Ausbildungsplan festgehalten. Hierfür steht pro Auszubildender*dem ein wöchentliches Zeitkontingent von max. X Stunden zur Verfügung“ (Praxisanleitung nach der neuen Pflegeausbildung, Knoch: 2019 S. 43).

Hinweis

Umso transparenter das Ganze innerhalb der Einrichtung gemacht wird, desto besser und einfacher funktioniert die Umsetzung, denn die Akzeptanz gegenüber den Auszubildenden und der Praxisanleitung wird so erhöht und die Notwendigkeit, dass eben auch zeitliche Ressourcen in Anspruch genommen werden müssen abgebildet.

Die Voraussetzungen, unter denen Ausbildung künftig stattfinden wird und soll, werden verändert sein und das muss sich im Ausbildungskonzept wiederfinden.

Zum Beispiel gibt es ein gesetzlich vorgegebenes Zeitkontigent von 10% für die Anleitung der Auszubildenden. Beispiel: Orientierungseinsatz 400 Stunden: 40 Stunden Anleitung pro Auszubildendem. Auch Zeiten für Reflexionsgespräche und administrative Aufgaben und Planungsaufgaben kommen hinzu und müssen im Dienstplan verankert werden.

Es findet also ein generelles Umdenken statt, dass auch gut passt zu den Anderen Veränderungen/Neuerungen, die in der Pflege gerade stattfinden (Stichwort Entbürokratisierung, neue QPR, Expertenstandard Beziehungsgestaltung u.a.) denn all dies liegt den Fokus wieder konkreter auf die Pflege als Profession und die Essenz dessen, was von Bedeutung ist in diesem Bereich.

Im nächsten Beitrag werden wir uns einen weiteren Baustein-den Ausbildungsplan-, einmal etwas genauer anschauen.

Bis dahin eine gute Zeit

Ihre Lisa Ruchnewitz

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